Wir meinen:Auf der gleichen Konferenz hat die SPD im Ortsbezirk 8 (Nordweststadt – Niederursel, Heddernheim und Mertonviertel) die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 27. März 2011 beschlossen. Die Ortsvereine sind sich darin einig, dass bei der Listenaufstellung eine ausgewogene Struktur von erfahrenen und neuen Kandidatinnen und Kandidaten sowie jung und alt gefunden wurde. Dabei wurde auch darauf geachtet, dass die Ortsteile angemessen berücksichtigt wurden. Für Platz 1 wurde Jürgen Schmidt (Nordweststadt - Niederursel), der dem Ortsbeirat 8 angehört, benannt. Auf dem zweiten Platz folgt Hans Creß (Heddernheim), der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Ortsbeirat 8 ist. Auf Platz 3 steht Robert Pastyrik (Nordweststadt), der stellvertretende Ortsvorsteher im Stadtteilparlament ist. Auf den folgenden Plätzen folgen: Helga Diehl (Nordweststadt - Niederursel), Alfred Gaertner (Heddernheim), Helga Dreier (Nordweststadt), Uwe Stein (Nordweststadt - Niederursel), Gabriele Stemmildt (Heddernheim), Helmut Kupferschmidt (Nordweststadt) und Roger Bohn (Nordweststadt - Niederursel). Weitere Kandidatinnen und Kandidaten sind: Helmut Becker, Linda Burkert, Hannah de Graauw Rusch, Franz-Josef Hauke, Klaus Knörzer, Michael Gerber, Christopher Bachmann, Stefan Ziegler und Jürgen Reininger.
Es war ein weiteres, gut besuchtes Zukunftsforum der Frankfurter SPD-Fraktion, diesmal zusammen mit der SPD-Fraktion, im Ortsbeirat 8 zum Thema „Zukunft von Schule, Bildung und Betreuung in der Nordweststadt/Niederursel und Heddernheim“. Peter Feldmann, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, wies einleitend daraufhin, dass der Kinderarmut in der reichen Stadt Frankfurt mit einem verbesserten Betreuungs- und Schulangebot begegnet werden muss. Dazu gehören auch nach Auffassung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums der Ausbau von Schulen zu Ganztagsschulen und ein kostenloses Mittagessen. „Die SPD in Frankfurt“, so die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Brigitte Enzmann, „hält es für dringend geboten, dass die Schulen die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt des Unterrichts stellen. Die Schulen müssten auch die Möglichkeiten haben, durch geeignete organisatorische Maßnahmen wie altersgemischte Gruppen den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schülern besser gerecht zu werden.“ Ein besonderes Ärgernis ist nach Auffassung von Frau Enzmann, dass Eltern häufig erst sehr spät über das Ergebnis des Zuteilungsverfahrens bei der Vergabe KITA-Plätzen informiert würden. Im Interesse vor allem der berufstätigen Eltern müsste daher das Zuteilungsverfahren beschleunigt werden. Die UN-Konvention für die Rechte der behinderten Menschen, die allen Kindern mit Behinderungen das Recht auf einen gemeinsamen Schulbesuch mit Nachbarskindern gibt, müsste nach Auffassung von Jürgen Schmidt, Mitglied der SPD-Fraktion im Ortsbeirat 8, zu einem Umdenken bei der Landesregierung führen: „Der gestiegenen Nachfrage nach integrativem Unterricht in Frankfurt muss durch eine verbesserte Lehrerzuweisung des Landes entsprochen werden. Wir als SPD werden uns im Ortsbeirat auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Römerstadtschule und Ernst-Reuter-Schule II personell so ausgestattet werden, dass alle behinderten Kinder, die die Schulen besuchen wollen, auch aufgenommen werden können. Ebenso werden wir beim Magistrat einfordern, dass das Schwimmbad an den Ernst-Reuter-Schulen umgehend saniert bzw. neu gebaut wird. Die dafür erforderlichen finanziellen Mittel müssten nachträglich in den Haushalt der Stadt aufgenommen werden.“ In der Diskussion war man sich darin einig: Der Schulentwicklungsplan muss überarbeitet werden, damit flexibeler auf die Nachfrage nach den unterschiedlichen Bildungsgängen reagiert werden kann. Ziel müsste es sein, dass alle Kinder ein wohnortnahes Bildungsangebot erhalten können. Deswegen setzt sich die SPD auch für den Ausbau von Stadtteilschulen ein. Im Interesse der berufstätigen Eltern muss das Angebot an Krippen- und Hortplätzen wesentlich verbessert werden, dies gilt auch für die Betreuungsangebote an Schulen. Vornehmliche Aufgabe der Schulen sollte es wie in anderen europäischen Ländern sein, dafür zu sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler das Ausbildungsziel erreichen. Damit kann auch dem drohenden Fachkräftemangel vorgebeugt werden. „Auch deswegen setzt sich die SPD in Frankfurt und in Hessen dafür ein, dass das Ziel, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit herzustellen, nicht an parteipolitischen Ideologien scheitert,“ betonte Brigitte Enzmann in ihrem Schlusswort.
